Hinweise zum Leistungsverzeichnis

Die angegebenen Referenzbereiche sind ggf. von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängig und können daher nur zur Orientierung dienen. Die Angaben zu klinischen Indikationen, Beurteilungen und Bemerkungen beziehen sich auf wichtige Informationen zur jeweiligen Laboruntersuchung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

Meßunsicherheiten zu den einzelnen Paramtern können im Labor erfragt werden.

(N), (U), (W) = Die im Leistungsverzeichnis mit W (Weiterleitung) gekennzeichneten Untersuchungen werden von Laboratorien des Laborverbundes für Medizinische Diagnostik, die mit U (Unterauftrag) gekennzeichneten Untersuchungen werden von anderen Laboratorien durchgeführt und gegebenenfalls auch abgerechnet. Mit N werden alle Leistungen gekennzeichnet, die noch nicht akkreditiert sind.

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Freie Leichtketten Typ Lambda im Serum

FLC 
Stand vom 25.03.2006
Bezeichnung Freie Leichtketten Typ Lambda im Serum
Synonyme FLC
Zuordnungen Klinische Chemie, Proteindiagnostik
Parameter zusätzlich sinnvoll:
Freie Leichtketten Typ Kappa im Serum
Immunfixationselektrophorese im Serum
Probenmaterial 1 ml Serum
Abnahmehinweise
 
Probentransport Postversand möglich
Klinische Indikationen

Diagnose und Verlaufskontrolle/Monitoring bei:
- Bence Jones Myelom (BJP, LCMM)
- Nonsekretorisches Myleom (NSM)
- Leichtketten-Amyloidose (AL)
- Multiples Myelom mit Leichtkettenbeteiligung (MM)
- Monoklonale Gammopathie unbekannter Spezifität (MGUS)
- Weitere Diagnostik bei nachgewiesener monoklonale Gammopathie

Methode Turbidimetrie (TBS, SPA-Plus)
Ansatztage 1x/Woche
Referenzbereiche 5,71 - 26,30 mg/l
Beurteilung

Die Bestimmung der freien Leichtketten im Serum zeichnet sich durch eine im Vergleich zur Immunfixationselektrophorese höhere diagnostische Sensitivität aus.
Die freien Leichtketten sollten immer für beide Typen (Kapp, Lambda) bestimmt werden mit anschließender Berechnung des Kappa/Lambda-Quotienten. Die kombinierte Bewertung erlaubt dann eine recht zuverlässige Diagnose und Verlaufsbeurteilung.


Der Nachweis der als Bence-Jones-Proteine (BJP) bezeichneten monoklonalen Kappa- bzw. Lambda-Ketten gelingt in allen Fällen des Leichtketten-Myeloms (LCMM), in fast allen Fällen der primären Amyloidose (AL) sowie in vielen Fällen bei Nicht sekretorischem Myelom (NSM). Bei monklonaler Gammopathie unbekannter Signifikanz (MGUS) und auch bei Patienten mit Multiplem Myelom (MM) kann mit der FLC-Bestimmung ein effektives Monitoring und aufgrund der kurzen Halbwertszeit von ca. 24 Stunden eine kurzfristige Therapiekontrolle durchgeführt werden.

Bemerkungen Freie Leichtketten im Serum sind wichtige Tumormarker zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Patienten mit monoklonaler Gammopathie und primärer Amyloidose. Bei zusätzlich unauffälliger Immunfixationselektrophorese im Serum ist eine monoklonale Gammopathie sehr unwahrscheinlich, die alleinige Diagnostik der freien Leichtketten im Serum zur Diagnostik einer monoklonalen Gammopathie reicht allerdings nicht aus.