Hinweise zum Leistungsverzeichnis

Die angegebenen Referenzbereiche sind ggf. von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängig und können daher nur zur Orientierung dienen. Die Angaben zu klinischen Indikationen, Beurteilungen und Bemerkungen beziehen sich auf wichtige Informationen zur jeweiligen Laboruntersuchung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

Meßunsicherheiten zu den einzelnen Paramtern können im Labor erfragt werden.

(N), (U), (W) = Die im Leistungsverzeichnis mit W (Weiterleitung) gekennzeichneten Untersuchungen werden von Laboratorien des Laborverbundes für Medizinische Diagnostik, die mit U (Unterauftrag) gekennzeichneten Untersuchungen werden von anderen Laboratorien durchgeführt und gegebenenfalls auch abgerechnet. Mit N werden alle Leistungen gekennzeichnet, die noch nicht akkreditiert sind.

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Freies Hämoglobin(N)

 
Stand vom 25.03.2006
Bezeichnung Freies Hämoglobin
Zuordnungen Klinische Chemie
Parameter zusätzlich sinnvoll:
Haptoglobin
LDH (Lactatdehydrogenase)
Probenmaterial 2 ml Serum
Abnahmehinweise Bei der Blutabnahme sollte jede Hämolyse vermieden werden. Daher ist eine Entnahme aus einer ungestauten Vene und die Verwerfung der ersten ca. 5 ml Blut zu empfehlen.
Probentransport Postversand möglich
Klinische Indikationen Verdacht auf intravasale Hämolyse
Qualitätskontrolle von Erythrozytenkonzentraten
Weitere Diagnostik bei Transfusionszwischenfällen
Methode PHOT
Ansatztage Mo-so (tgl.)
Referenzbereiche 3,3 - 25,0 µmol/l
Beurteilung Bei gesteigerter intravasaler Hämolyse reicht die Kapazität der Abbauorte für das freigesetzte Hämoglobin nicht mehr aus. Die Bindungsproteine Haptoglobin und Hämopexin sind hinsichtlich der Aufnahme von Hb erschöpft, ihre Plasmakonzentrationen sinken ab. Es ist dann freies Hämoglobin messbar.
Freies Hämoglobin wird in erhöhter Konzentration gefunden bei:
- Transfusionszwischenfällen
- hämolytischen Anämien unterschiedlicher Genese
Bemerkungen Freies Hämoglobin im Serum wird sehr schnell durch präanayltische Einflüsse (z.B. zu langes Stauen, zu hoher Druck bei der Blutabnahme, Erschütterungen der Probe) verfälscht. Daher wird geraten diesen Wert durch die Bestimmung von Haptoglobin zu ersetzen.