Hinweise zum Leistungsverzeichnis

Die angegebenen Referenzbereiche sind ggf. von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängig und können daher nur zur Orientierung dienen. Die Angaben zu klinischen Indikationen, Beurteilungen und Bemerkungen beziehen sich auf wichtige Informationen zur jeweiligen Laboruntersuchung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

Meßunsicherheiten zu den einzelnen Paramtern können im Labor erfragt werden.

(N), (U), (W) = Die im Leistungsverzeichnis mit W (Weiterleitung) gekennzeichneten Untersuchungen werden von Laboratorien des Laborverbundes für Medizinische Diagnostik, die mit U (Unterauftrag) gekennzeichneten Untersuchungen werden von anderen Laboratorien durchgeführt und gegebenenfalls auch abgerechnet. Mit N werden alle Leistungen gekennzeichnet, die noch nicht akkreditiert sind.

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Eosinophiles kationisches Protein (ECP)

ECP 
Stand vom 10.02.2015
Bezeichnung Eosinophiles kationisches Protein (ECP)
Synonyme ECP
Zuordnungen Allergiediagnostik
Probenmaterial 1 ml Serum
Abnahmehinweise Vollblut vor der Zentrifugation mindestens 1 Stunde gerinnen lassen, erst dann das Serum abpipettieren
Probentransport Postversand möglich
Klinische Indikationen Verdacht auf allergische Diathese im allergenfreien Intervall, besonders wenn IgE im Serum (gesamt) nicht erhöht ist;
Verlaufskontrolle von Allergien (Typ I)
Methode EIA
Ansatztage 1x/Woche
Referenzbereiche < 16,0 µg/l
Beurteilung Wegen der sehr großen interindividuellen Schwankungsbreite der Messwerte ist die Bestimmung von ECP insbesondere in der Verlaufsbeobachtung und Therapiekontrolle von Bedeutung. Hier bestehen recht gute Korrelationen mit der individuellen Krankheitsaktivität.
Bemerkungen ECP wird durch die Aktivierung eosinophiler Granulozyten freigesetzt und ist somit ein Aktivierungsmarker dieser Zellen. Er korreliert nicht mit der Anzahl der eosinophilen Granulozyten im peripheren Blut. ECP Erhöhungen finden sich bei Erkrankungen, die mit einer Eosinophilie einhergehen, also bei einer Reihe von Entzündungskrankheiten inklusive allergischer Erkrankungen, insbesondere bei Asthma.
Die ECP Bestimmung kann als Aktivitäts- und Therapiemonitoring auch im Rahmen einer entzündungshemmenden Therapie oder Hyposensibilisierungsbehandlung, unter der in der Longitudinalbeurteilung ein Abfall der ECP Konzentration auftritt, eingesetzt werden.
Erhöhte ECP Werte finden sich auch bei atopischer Dermatitis, verschiedenen Infektionen, Autoimmunerkrankungen der Gelenke, des Darms und einigen parasitären Erkrankungen.