Leistungs- und Indikationsverzeichnis

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Protein C-Aktivität

Stand vom

20.06.2005

Bezeichnung

Protein C-Aktivität

Zuordnungen

Gerinnung/Hämostaseologie

Probenmaterial

korrekt gefüllte Citratblut-Monovette ca. 0,5 ml Citratplasma

Abnahmehinweise

Gerinnungsuntersuchungen Die Bestimmung wird gestört durch hohe Heparinkonzentrationen, Lupusantikagulans, Vitamin K-Antagonisten, APC-Resistenz. Die gilt für den sog. "funktionellen Test", nicht jedoch für den "chromogenen Test".

Probentransport

Gerinnungsuntersuchungen

Klinische Indikationen

Abklärung einer Thrombophilie, Verdacht auf angeborenen/erworbenen Protein C-Mangel, Vor oraler Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten, Purpura fulminans, Marcumar-Nekrosen

Methode

chromogener Test

Ansatztage

1x/Woche

Referenzbereiche

70 - 140 %

Beurteilung

Angeborener Protein C-Mangel: selten, ca. 5 % in Thrombosekollektiven, Prävalenz in der Normalbevölkerung < 1 %. Häufig erworbener Protein C-Mangel: unter Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten, bei Vitamin K-Mangel, frischer Thrombose, DIC, Sepsis, Leberfunktionsstörungen, entzündliche Darmerkrankungen. Zur Diagnosesicherung eines hereditären Protein C-Mangels sind Wiederholungsanalysen notwendig, möglichst incl. Kontrolle weiterer Familienangehöriger. Eine definitive Bestätigung eines hereditären Protein-C-Mangels ist durch eine Protein C-Genotypisierung möglich.

Bemerkungen

lt. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin (2005) sind zur Abklärung einer Thrombophilen Diathese folgende Untersuchungen empfohlen: Faktor V-Mutation, Prothrombin-Mutation, ATIII, Protein C und Protein S, sowie Titer für Antiphospholipid-Antikörper (Lupus-Antikoagulanz + Anti-Cardiolipin-Ak).